Mitte April war es endlich soweit. Drei Wochen Frühlingsferien! Für mich (Lukas), hiess das erstmal Kofferpacken. Für zwei Wochen bin ich nämlich mit Marco aus Winterthur in die Kletterferien nach Spanien geflogen. Die erste Woche verbrachten wir in Rodellar, einem Klettergebiet mit vielen Sinterüberhängen in den Pyrenäen. Das Wetter war leider nicht immer grandios, es war ziemlich kalt und nass. Dementsprechend waren auch viele Sinter immer nass. Trotzdem bekamen wir noch einige trockene in die Finger und konnten unsere Ausdauer in den langen und überhängenden Routen stetig etwas verbessern, so viel dann auch bald schon mal die erste spanische 8a… Mitte unserer Ferien fanden wir dann noch einen Kletterpartner aus Frankreich, der uns vorschlug für die zweite Woche etwas weiter in den Süden, genauer gesagt in das weltbekannte Konglomerat-Klettergebiet Margalef zu fahren, wo dass Wetter schöner sein sollte. Natürlich nahmen wir das Angebot gerne an. Am nächsten Tag irrten wir dann auch schon etwas verloren in den Zweifingerloch-Überhängen in Margalef herum. Da muss man sich wirklich erst dran gewöhnen, denn viele der Löcher sind richtig schmerzhaft und es ist ausgesprochen wichtig zu wissen welche zwei Finger jetzt am besten im nächsten Loch versenkt werden wollen, um dieses möglicht kraftsparend halten zu können. Trotzdem haben uns die Routen in Margalef wirklich super gefallen; lang, ausdauernd und fast immer ein rettendes (kleines) Loch an der richtigen Stelle um die verzweifelten und gepumpten Kletterer zu retten. So ging es dann auch von Tag zu Tag immer besser und ich konnte noch zwei 8a’s und eine 8a+ klettern und auch das Wetter war deutlich besser. Insgesamt also sicher meine bisher erfolgreichsten und schönsten Kletterferien, die leider auch extrem schnell wieder vorbei waren…

Allzu betrübt war ich jedoch auch nicht über das Ende der Spanienferien, schliesslich ging es gleich anschliessend noch für eine Woche nach Sizilien mit der Familie, natürlich auch zum klettern. In Sizilien angekommen wurden wir erstmal wieder von schlechtem Wetter empfangen, das uns dann auch die nächsten zwei Tage begleitete. Dass tat unserer Motivation natürlich keinen Abbruch und wir kletterten trotz Regen fleissig in den überhängenden Routen vorallem im Klettergebiet Castelmola. Für die zweite Wochenhälfte verschoben wir uns dann von der Ostküste der Insel an das nordwestliche Ende, ins Sportkletterparadies von San Vito Lo Capo wo ich zum ersten mal in diesen Ferien so richtig ins Schwitzen kam weil wir mutig waren und in der Sonne klettern wollten… Die nächsten Tage nahmen wir dann noch als ganze Familie an den Bergführer-Klettermeisterschaften statt, die der eigentliche Grund waren weshalb wir die diesjährigen Ferien in Sizilien verbrachten. Das war ein wirklich toller Event mit richtig vielen Routen an tollen Sinterbubbles die es zu klettern galt. Bald war es dann aber schon wieder soweit, wir waren erschöpft und die Ferien leider schon zu Ende. Das waren drei supertolle intensive Wochen und ich bin wohl noch nie soviele schwere Routen geklettert wie in diesen Ferien. Dementsprechend war ich dann auch ziemlich zerstört und war zu meiner eigenen Überraschung fast schon froh wiedereinmal zwei Ruhetage hintereinander (in der Schule) zu verbringen.